Hilfen für Eltern als Patientinnen und Patienten

Kinder zu erziehen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Wenn ein Elternteil ein psychisches Problem hat, wird diese Aufgabe nicht leichter. Wir helfen Patientinnen und Patienten, ihrer Elternrolle auch in der Krankheit besser gerecht zu werden.

Dazu gibt es im Alexianer Krankenhaus Aachen das Konzept EliA. EliA steht für „Eltern im Alexianer Krankenhaus Aachen“.

Bereits seit Jahren befasst sich das Alexianer Krankenhaus Aachen mit der Situation der Kinder seiner Patientinnen und Patienten. Das Krankenhaus verfügt über Eltern-Kind-Zimmer. Es gibt regelmäßig Führungen für Kinder erkrankter Eltern. „AKisiA – Auch Kinder sind Angehörige“ des Deutschen Kinderschutzbundes informiert regelmäßig im Alexianer Krankenhaus über das Angebot für Kinder und Familien.

Beide Seiten im Blick

Im Frühjahr 2016 schlossen die Alexianer Aachen GmbH und die Jugendämter der Stadt und StädteRegion Aachen einen Kooperationsvertrag, der den Schutz von Kindern psychisch kranker Eltern besonders in den Blick nimmt. Ziel ist es, durch gemeinsames Handeln kritische und belastende Situationen wahrzunehmen, Versorgungsstrukturen zu verbessern und eventuelle Gefährdungssituationen für Kinder und Jugendliche zu beheben.

Kinder psychisch kranker Eltern benötigen besondere Aufmerksamkeit, und manche Eltern können insbesondere in akuten Krankheitsphasen überfordert sein. Es ist wichtig, Eltern und Kinder gleichermaßen zu unterstützen. Deshalb ist die Kooperation von Gesundheitswesen und Jugendhilfe unverzichtbar. Das bedeutet auf keinen Fall, psychisch erkrankte Menschen seien „schlechtere Eltern“. In der Krankheitsphase können Schwierigkeiten in der Versorgung und Betreuung der Kinder auftreten. Die funktionierende Kooperation der verschiedenen Experten macht es noch besser möglich, solche Schwierigkeiten zu überwinden: mit verschiedenen gut koordinierten Unterstützungsleistungen und Hilfen für die Kinder und ihre Eltern.

So führt das Alexianer Krankenhaus Aachen im Rahmen von EliA auch anonymisierte Fallkonferenzen mit den Jugendämtern und dem Kinderschutzbund durch sowie Hilfeplangespräche.


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