Posttraumatische Belastungsstörung

Die Behandlung richtet sich an Frauen und Männer, die unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) oder anderen Psychotraumata leiden. Ziele der Behandlung sind unter anderem die Verringerung von Dissoziationen, Intrusionen, Flashbacks, Alpträumen, Übererregung und suizidalen Verhaltensweisen.

Das Behandlungskonzept

Das Behandlungskonzept stärkt die Selbststabilisierung der Patientinnen und Patienten. Die Behandlung erfolgt vor allem nach dem Therapiekonzept der Dialektisch Behavioralen Therapie (DBT), integriert aber auch andere Selbststabilisierungsmöglichkeiten. Ziel der Behandlung ist die Vermittlung störungsspezifischer Fertigkeiten zur Stressbewältigung, Affekt-, Emotions- und Selbstwertregulation sowie von zwischenmenschlichen und sozialen Kompetenzen.

Bei hoch dissoziativen Patienten erfolgen zusätzlich die Vermittlung antidissoziativer Fertigkeiten und eine entsprechende Psychoedukation.

Die stationäre Traumatherapie wird individuell angepasst. Sollte eine direkte Traumabearbeitung infrage kommen, arbeiten wir auch mit besonderen Methoden der Traumabearbeitung wie EMDR (Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung), Brainspotting oder Alptraumtherapie.

Der Schwerpunkt der therapeutischen Arbeit liegt in der Gruppentherapie.

Die stationäre Therapie dauert in der Regel acht bis zehn Wochen und gliedert sich in drei Behandlungsphasen.

Die drei Behandlungsphasen:

  1. In der Orientierungsphase erfolgt eine umfassende Diagnostik. Wir analysieren mit Ihnen Ihre größten Schwierigkeiten und legen gemeinsam mit Ihnen Ihre persönlichen Therapieziele fest. Dazu schließen wir mit Ihnen einen verbindlichen Behandlungsvertrag.
  2. Während der zweiten Behandlungsphase steht die therapeutische Arbeit an Ihren persönlichen Therapiezielen, an der Verringerung von Dissoziationen, Intrusionen, Flashbacks, Alpträumen, Übererregung, suizidalen und selbstschädigenden Verhaltensweisen im Vordergrund. Der Erwerb von Möglichkeiten zur Selbststabilisierung spielt dabei eine sehr wichtige Rolle. Zum Abschluss dieser Phase sollten Sie ein grundlegendes Wissen über Ihre Erkrankung und umfangreiche Verhaltensfertigkeiten erworben haben, um ausreichend stabil für eine weitere ambulante Psychotherapie zu sein.
  3. In der dritten Phase, der Abschlussphase, liegt der Schwerpunkt der Behandlung auf der Vorbereitung der Entlassung mit Regelung wichtiger sozialer Angelegenheiten.

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