Freiwilligendienst im Krankenhaus

Menschen mit psychischen Krankheitsbildern werden auch heute noch oft stigmatisiert. Menschen, die durch einen Freiwilligendienst Einblick in unsere Einrichtung erhalten, sehen wir als Botschafter der Psychiatrie in der Gesellschaft, mit der Chance, Stigmatisierung zu beenden.

Deswegen bieten wir als Alexianer Krankenhaus Aachen Interessierten die Möglichkeit, uns und unsere Patientinnen und Patienten im Bundesfreiwilligendienst oder im Freiwilligen Sozialen Jahr zu begleiten und kennenzulernen.

Sie möchten dabei sein?

Wenn Sie an einem Freiwilligendienst interessiert sind, können Sie Ihre Bewerbung direkt an das Alexianer Krankenhaus Aachen senden.

Nach der Sichtung Ihrer Bewerbung laden wir Sie zu einem Vorstellungsgespräch ein. Wir stellen Ihnen die verschiedenen, möglichen Tätigkeitsbereiche vor, um gemeinsam mit Ihnen den für Sie richtigen Einsatzort herauszufinden. Grundvoraussetzung für den Vertragsabschluss sind die sogenannten „Schnuppertage“. In diesen drei Tagen hospitieren Sie in Ihrem favorisierten Bereich, um sich ein genaueres Bild von Ihrem zukünftigen Arbeitsplatz machen zu können. Im abschließenden Gespräch am dritten Tag entscheiden Sie, die Stationsleitung und die Fachbereichsleitung gemeinsam über den Einsatz.

Den Vertrag über Ihren Freiwilligendienst schließen Sie mit einem unserer zuständigen Kooperationspartner. Dann beginnt der Freiwilligendienst in unserem Krankenhaus.

Wir kümmern uns Sie werden durch das „Freiwilligen-Betreuungsteam“ betreut. Durch monatliche Treffen aller Freiwilligen mit dem „Freiwilligen-Betreuungsteam“ fördern wir den Kontakt der Freiwilligen untereinander und bieten den Freiwilligendienstleistenden eine Anlaufstelle außerhalb der Station, für die sie tätig sind.

Bei der Stationsarbeit werden die Freiwilligen zudem von unseren speziell weitergebildeten Praxisanleiterinnen und -anleitern  eingearbeitet, begleitet und unterstützt. Der Einarbeitungsprozess wird durch ein Erstgespräch eingeleitet, der gesamte Einsatz wird durch geplante Gesprächsprotokolle strukturiert. Sie können an allen im Haus angebotenen Fortbildungen kostenfrei teilnehmen. Zusätzlich gibt es Fortbildungsangebote nur für Freiwillige. Gesonderte Veranstaltungen gibt es zu Musiktherapie, Ergotherapie, Deeskalationstraining, Validation bei Patientinnen und Patienten mit einer Demenz und Suchtfragen. Alle acht Wochen kann eine Supervision genutzt werden.

Mögliche Tätigkeitsfelder in den Freiwilligendiensten:

In der therapiefreien Zeit sollen die Patienten und Patientinnen zu Freizeitaktivitäten motiviert werden.

Ziel ist es, Antriebslosigkeit oder auch Ängsten entgegenzuwirken, die soziale Isolation vieler Patienten und Patientinnen aufzubrechen und Kontakt- und Beziehungsaufbau zu anderen zu ermöglichen.

Für entsprechende Aktivitäten stehen Gesellschaftsspiele, Mal- und Bastelutensilien, Bücher oder auch Musikinstrumente zur Verfügung. Außenaktivitäten können nach Absprache gern im Einzelkontakt oder auch als Gruppenaktivität unternommen werden.

Wir wünschen uns von allen Freiwilligen die aktive Teilnahme an Übergaben und Teamsitzungen und die Bereitschaft, Beobachtungen und erkannte Veränderungen im Verhalten der Patientinnen und Patienten mitzuteilen.

Die Unterstützung der Pflegekräfte und der Patientinnen und Patienten bei der Umsetzung von gemeinsam vereinbarten Wochenzielen (etwa die Begleitung der Patientinnen und Patienten bei lebenspraktischen Tätigkeiten) gehört ebenfalls zu den möglichen Aufgaben der Freiwilligen im therapeutischen Team.

Nach sorgfältiger Einarbeitung können die Freiwilligen auch Aufgaben wie die Vitalzeichenkontrolle, die Durchführung einer Morgenrunde oder einer Zeitungsrunde übernehmen. Ob und in welchem Umfang Freiwillige solche Tätigkeiten übernehmen, entscheiden sie in Absprache mit Praxisanleitung und Stationsleitung. Sie werden in allen Tätigkeiten angeleitet, unterstützt und begleitet und gewinnen einen realistischen Einblick in die Gesundheits- und Krankenpflege in der Psychiatrie.

Die Freiwilligen helfen gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten bei der Vor- und Nachbereitung der Mahlzeiten, begleiten Koch- und Backgruppen. Die Einhaltung aller Hygienevorschriften muss eine Selbstverständlichkeit sein. Hinzu kommen unterstützende Tätigkeiten im Bereich der Zimmerpflege in Zusammenarbeit mit den Patientinnen und Patienten.

Abschluss mit Ausblick

Am Ende des Einsatzes erhalten die Freiwilligen ein individuelles Abschlusszeugnis von der Pflegedienstleitung. Der Übergang in eine Ausbildung in Gesundheits- und Krankenpflege ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Als Einrichtung haben wir unser Ziel erreicht, wenn die Freiwilligen nach ihrem Einsatz positive Erfahrungen und Erlebnisse in Familie und Freundeskreis tragen und damit dem Schubladendenken gegenüber psychisch erkrankten Menschen in unserer Gesellschaft entgegenwirken.


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