Psychosoziale Integration / Rehabilitation   

Chefarzt Dr. Klaus Greven
Wohnbereichsdirektor Jürgen Amberg

Sekretariat: Frau Etschenberg
Tel.: 0241 / 47701-15 131
Fax: 0241 / 47701-15 222

Das Ziel der rehabilitativen Behandlung und Betreuung ist die Eingliederung der Betroffenen in unsere Gesellschaft, verbunden mit der Entwicklung und Realisierung angemessener Lebensperspektiven.
Dazu werden in den Lebensbereichen Wohnen, Arbeit, Kontakt und Freizeit pädagogische, pflegerische und milieutherapeutische Angebote vorgehalten, die eine individuelle Abstimmung finden. Soweit erforderlich, besteht eine kontinuierliche ärztliche Behandlung.

 

Der Betreuung liegt ein Konzept von Lebensassistenz zugrunde, das über herkömmliche pflegerische und pädagogische Ansätze hinausgeht. Dabei spielen die individuelle Entwicklung des einzelnen und seine persönlichen Fähigkeiten die zentrale Rolle.

Der sogenannte Lebensassistent wird zu einem Partner in einer Lebensgemeinschaft, die unbestritten bisher alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat. Mit dem Bewohner wird seine zukünftige Wohnform individuell abgestimmt. Haushaltstraining, Einkaufen, Besuch bei Ämtern und andere lebenspraktische Maßnahmen fördern dabei ein selbständiges Leben.

 

Zur Nachbetrachtung und Stabilisierung sozialer Kompetenzen werden Einzel- und Gruppengespräche angeboten. In diesem Zusammenhang geht es vornehmlich um Beziehungs- und Kontaktaufnahme, Bewältigung von Konfliktsituationen und Förderung von Gemeinschaftsfähigkeit und Umgang mit der Erkrankung.

Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass Eltern, Geschwister und Freunde des von der Krankheit bzw. Behinderung Betroffenen sich in der Vergangenheit bis zur Erschöpfung eingesetzt haben.

Von daher gibt es keine Frage nach der Schuld, sondern nur der Blick nach Zusammenarbeit. Damit wird die Integration von Geschichte und Zukunft zum zentralen Merkmal der Arbeit.

Darüber hinaus bildet die Einführung von individuell abgestimmter Arbeit eine Kernaufgabe. Die Erfahrung hat gezeigt, dass den Menschen nichts mehr an die Realität bindet als die Erfüllung einer sinnvollen Tätigkeit. Sie stärkt das Selbstwertgefühl und das Erleben der gesellschaftlichen Integration.

So werden unterschiedliche Arbeitsfelder mit individuellem Belastungstraining vorgeschaltet, die u. a. auf eine medizinische und evtl. berufliche Rehabilitation vorbereiten.